Die Boxabteilung des Polizei-Sport-Verein Berlin wurde am 1. Juni 1921 Gegründet. Damals bestand dieser nur aus den Abteilungen Boxen und Leichtathletik.

Dabei gilt es zwei besondere Epochen in der Vereinsgeschichte der Boxabteilung zu unterscheiden:

Die erfolgreichen 30er Jahre mit Cheftrainer M. Sandmann und die ruhmreiche Ära des Meistermachers

Herbert Sonnenberg nach dem Krieg in den 60er und 70er Jahren. Die erste Epoche von 1930 bis

1938 wurde geprägt durch die oftmaligen Titelträger bei nationalen und internationalen Wettkämpfen.

Campe, Gaikowski, Mietschke, Donner und Sepp Hornemann waren die erfolgreichsten Kämpfer.

Herausragend in dieser Zeit aber war 1932 der Gewinn der Europameisterschaft und der Silbermedaille

bei den Olympischen Spielen in Los Angeles durch Erich Campe im Weltergewicht.

Nach dem Kriegsende im Mai 1945 verboten die Alliierten für mehrere Jahre nicht nur den Boxsport in Berlin sondern viele Vereine - darunter auch der PSV - wurden aufgelöst. Im Jahre 1949 wurde der Boxbetrieb wieder aufgenommen, nachdem sich der PSV neu gegründet hatte. Die Kämpfer dieser Nachkriegszeit waren Moppel Claer, Herbert Ketzler, Jonny Borchardt, Wolfgang Engel, Rudi Sawitzki u.a.  

Interh. Englische Polizeimeister Tischler - Junioren DM Engel und Sawitzki und H.-J. Römer, 1990
Interh. Englische Polizeimeister Tischler - Junioren DM Engel und Sawitzki und H.-J. Römer, 1990
Endkämpfe um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Bayern Gerd Bauer
Endkämpfe um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Bayern Gerd Bauer
Enrico Rosenow und Clemens, Trainer: Jean Bauer
Enrico Rosenow und Clemens, Trainer: Jean Bauer

Die Nachkriegsgeschichte der Boxabteilung stand über zwei Jahrzehnte eindeutig im Zeichen des überragenden Boxtrainers Herbert Sonnenberg. Herbert Sonnenberg krönte sein Lebenswerk im Jahr 1974, indem er den seit 1922 vom Boxclub Heros gehaltenen Rekord mit sechs Titeln übertraf und sieben Berliner Meister und vier Vizemeister in den zehn Gewichtsklassen holte. Zu den erfolgreichen Kämpfern jener Zeit gehören u.a. Hanns-Jürgen Römer, Jean Bauer, Gerd Bauer, Gerd Schubert, Manfred Bauske, Josef Kala, Kurt Bergner, Peter Prause. Alle Meistertitel mussten gegen harte Konkurrenz aus mehr als 30 Vereinen im damaligen Westberlin bei jährlich über 140 Teilnehmern an den Berliner Meisterschaften errungen werden. Allein zu den Vorrunden kamen jeweils mehr als 2000 Zuschauer und zu den Endkämpfen zwischen 6000 und 8000 Zuschauer in den Sportpalast oder in die Deutschlandhalle.

Eine Sternstunde für die Boxabteilung waren die Olympischen Spiele 1972 in München. Hier nahmen die drei PSV-Boxer Gerd Schubert, Peter Prause und Gunnar Münchow teil. Gerd Schubert errang die Bronzemedaille im Fliegengewicht.

In den 80er und 90er Jahren konnte der damalige Cheftrainer Jean Bauer insbesondere im Jugendbereich nahtlos an frühere Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen. Die Kämpfer Michael Staneck, Elrico Rosenow, Attila Fahnert, Clemens Tischler und Stefan Ligeza holten seit 1984 zahlreiche Titel bei nationalen und internationalen Jugend und Juniorenmeisterschaften, wobei die drei zuletzt genannten Boxer es auch im Seniorenbereich zu Meisterehren brachten.

Seit dem Ende der 90er Jahre nimmt nun Sammy Dressler die Geschicke unserer jungen Boxer in die Hand. Ihm zur Seite steht ein engagiertes Trainerteam. Bisher konnten erste Erfolge auf Nachwuchsturnieren und Berliner Meisterschaften errungen werden.

Heute besteht der PSV aus 27 Abteilungen mit rund 3.200 Mitgliedern und die Abteilung Boxen ist eine der großen Abteilungen.

     Kontakt/Verwaltung:

 

Marion Hornung

Tel. 030-79 78 50 57

boxen-im-psv@t-online.de

 

Malteserstraße 139-143

12277 Berlin

 

Kontakt Trainer:

Daniel Wirwihs

0176-22 13 55 61